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Java

Java

Java gehört wie JavaScript zu den klassischen Programmiersprachen. Hier möchte ich beschreiben, wie man Java unter Ubuntu (22.04) bzw. Linux installieren kann.

Um Java-Programme zu entwicklen und auszuführen, benötigt man ein JDK (Java Development Kit). Als erstes stellt sich die Frage, welches JDK man verwenden sollte. Neben dem JDK von Oracle kann man zwischen verschiedenen OpenJDK-Distributionen von Adoptium, Amazon, IBM, Microsoft, Red Hat, SAP usw. wählen. Im Detail (Qualität, Support, Lizenzkosten usw.) kann dies eine komplexe Entscheidung sein. Für viele Fälle, auch im kommerziellen Bereich, ist die OpenJDK-Distribution Eclipse Temurin von Adoptium eine gute Wahl. Adoptium ist eine Community-Organisation, die von Firmen wie Alibaba Cloud, Huawei, Microsoft, Red Hat und Google unterstützt wird. Eclipse Temurin wird – soweit ich das beurteilen kann – gut gepflegt, ist kostenlos und steht unter einer freien Lizenz (GNU General Public License, version 2 with the Classpath Exception).

Für die Installation geht man zunächst auf die Eclipse Temurin Download-Seite. Hier muss man Betriebsstytem, Systemarchitektur, Pakettyp und Version auswählen. Beim Pakettyp hat man die Wahl zwischen JDK und JRE. Möchte man Java-Programme nur ausführen und nicht entwickeln, kann man das kleinere JRE wählen. Ansonsten wählt man das JDK. Ist man bei der Version nicht festgelegt, empfiehlt sich meist die aktuelle LTS (Long Term Support) – Version. Da ich hier die Installation für Ubuntu auf einem klassischen x64 Rechner beschreiben möchte, wähle ich Linux, x64, JKD sowie 21 – LTS aus und starte den Download.

Die heruntergeladene Gzip-Tar Datei (in meinem Fall OpenJDK21U-jdk_x64_linux_hotspot_21.0.1_12.tar.gz) muss man jetzt in einen passenden Verzeichnis entpacken. Es bietet sich das Verzeichnis /opt („reserved for the installation of add-on application software packages“) an. Alternativ kann man in seinem Home-Verzeichnis ein eigenes opt-Verzeichnis erstellen. Innerhalb des opt-Verzeichnisses sollte man dann ein java-Verzeichnis anlegen. Dorthin verschiebt man die heruntergeladene Datei und entpackt sie mit tar:

tar -xzf <filename>.tar.gz

Die Option x steht dabei für xtract (entpacken), z für gzip-(de)komprimieren und f für das angegebene File. Das JDK wird in ein Verzeichnis wie jdk-21.0.1+12 entpackt.

Nun muss man noch die globale Umgebungsvariable JAVA_HOME setzen und das JDK im PATH eintragen. Damit man das nicht bei jedem Update des JDK’s anpassen muss, erstellt man im Verzeichnis opt/java einen symbolischen Link auf das JDK:

ln -s jdk-21.0.1+12 jdk 

Nun muss man nur noch am Ende der .profile – Datei im Home-Verzeichnis folgende Zeilen eintragen (hat man das globale opt – Verzeichnis als Installationsort gewählt, muss man $HOME weglassen):

# Java
export JAVA_HOME="$HOME/opt/java/jdk"
export PATH="$JAVA_HOME/bin:$PATH"

Nach einmal Ab- und Anmelden sollte java -version die installierte JDK-Version anzeigen.

Der Vorteil dieser Java-Installation ist, dass man jederzeit die JKD-Version ändern bzw. updaten kann. Dazu muss man nur das gewünschte JDK wie oben herunter laden, es in opt/java entpacken, den symbolischen Link jdk löschen und ihn, auf das gewünschte JDK zeigend, neu erstellen.

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